Zafer Şenocak
“Durch den Körper erst wird das Denken wild”
Zafer Şenocak
Zafer Şenocak,1961 in Ankara geboren, verbrachte seine Kindheit in Istanbul und München, sein Hauptsitz war aber München. Hier besuchte er das Gymnasium und studierte anschließend Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie. Seit 1990 lebt er in Berlin, unterbrochen durch häufige Auslandsaufenthalte als “writer in residence” an Universitäten in den Vereinigten Staaten. Seit Anfang der Achtzigerjahre publiziert er Lyrik und Prosa sowie Essays zu Themen wie Migration, kultureller Hybridität und deutsch-türkischer Erinnerungskultur. Er erhielt u.a. das Literaturstipendium der Stadt München, ein Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats sowie den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, u.a. ins Türkische.
Ich habe Zafer Senocaks Werk genauer angeschaut, in dem ich vor Jahren seine Gedichte ins türkische übersetzte. Was, interessant dabei ist, dass er Gedichte auch auf Türkisch verfasst. Er hat auch zwei Romane in der türkischen Sprache geschrieben, die sich u.a. mit deutscher und türkischer Geschichte auseinandersetzen. Sehr beeindruckende Romane, die auch in der deutschen Übersetzung als „Der Pavillon“ und „Deutsche Schule“ zu lesen sind. Ebenfalls wurden seine ausgewählten Gedichte ins Deutsche und neulich auch ins Englische übersetzt.