Jenny Erpenbeck

“In dem Buch „Kairos“ beschreibe ich die lange Zeit nach dem Happy End“

Jenny Erpenbeck

Jenny Erpenbeck, geboren 1967 in Ost-Berlin, debütierte mit der Novelle Geschichte vom alten Kind. Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Romane, Erzählungen und Theaterstücke. Mit ihrem Roman Aller Tage Abend wurde sie von den Lesern und der Kritik gleichermaßen gefeiert. Es folgten andere Romane, für die sie mehrere Preise erhielt, u.a. den Joseph-Breitbach-Preis und den Thomas Mann Preis. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Der Roman Alle Tage Abend wurde mit dem Independent Foreign Fiction Prize und ihr Roman Kairos mit dem Internationalen Stefan-Heym-Preis gekrönt.

Auch die türkische Literaturlandschaft weiß Jenny Erpenbecks Romane zu schätzen. Bis jetzt wurden vier Romane von ihr übersetzt: Heimsuchung, Gehen, ging, gegangen, Aller Tage Abend und zuletzt der Roman Kairos. Die Übersetzerin Regaip Minareci erhielt (Januar 2024) für die Übersetzung von Kairos den renommierten Übersetzungspreis „Talat-Sait-Halman“. 

Kairos

Kairos, aus dem Jahr 2021, ist die Liebesgeschichte zwischen der neunzehnjährigen Katharina und den 53 Jahre alten, verheirateten Hans. Sie begegnen sich in Ostberlin Ende der achtziger Jahre. Vor dem Hintergrund der untergehenden DDR wird eine verbotene Liebe zwischen einem reifen, in jeder Hinsicht dominanten Schriftsteller und einer sehr jungen Frau erzählt. Die Sprache, die Wahrnehmung dieser Liebe fühlt sich fasst mythisch an. 

Im Mittelpunkt unseres Gesprächs mit der Autorin steht ihr Roman Kairos. 

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Deniz Ohde